Erasmusprojekt „LOLA“ – Eine unvergessliche Woche in Montpellier
Im Rahmen unseres Erasmusprojekts „LOLA – Local Languages and Identities“ durften Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen heuer eine ganz besondere Woche in Südfrankreich verbringen. Ziel unserer Reise war die wunderschöne Stadt Montpellier, wo wir gemeinsam mit unserer Partnerschule zahlreiche spannende Programmpunkte erleben durften. Neben kulturellen Einblicken, sprachlichem Austausch und interessanten Workshops stand vor allem eines im Mittelpunkt: das gemeinsame Erleben und Kennenlernen unterschiedlicher Traditionen, Sprachen und Lebensweisen.
Schon bei unserer Ankunft war die Vorfreude groß. Montpellier beeindruckte uns sofort mit seinem mediterranen Flair, den engen Altstadtgassen, den historischen Gebäuden und den lebhaften Plätzen voller Cafés und Straßenmusik. Während unserer Stadterkundung lernten wir nicht nur viel über die Geschichte der Stadt, sondern konnten auch die besondere Atmosphäre Südfrankreichs hautnah erleben. Besonders schön war es, gemeinsam durch die verwinkelten Straßen zu spazieren, französische Spezialitäten zu probieren und die vielen kleinen Plätze und Geschäfte zu entdecken.
Ein weiteres Highlight unserer Reise war der Ausflug nach Pézenas, einem malerischen Nachbarort von Montpellier. Die wunderschöne Altstadt mit ihren historischen Häusern, kleinen Boutiquen und gemütlichen Innenhöfen wirkte wie aus einem Film. Während einer Führung erfuhren wir viel über die Geschichte des Ortes und seine kulturelle Bedeutung. Besonders beeindruckend war die einzigartige Mischung aus Geschichte, Kunst und südfranzösischem Lebensgefühl.
Ein ganz besonderes Erlebnis erwartete uns außerdem in der Camargue-Region. Dort besuchten wir eine traditionelle Bullenzuchtfarm und erhielten spannende Einblicke in die Arbeit auf dem Gelände. Bei einer Art „Safari“ fuhren wir über das weitläufige Gebiet und konnten die berühmten Camargue-Stiere aus nächster Nähe beobachten. Auch die weißen Pferde der Region sowie die einzigartige Landschaft machten diesen Ausflug unvergesslich. In einer Einführung erfuhren wir mehr über die Tradition der Stierzucht sowie über die kulturelle Bedeutung des traditionellen Stierkampfes in Südfrankreich. Für viele von uns war dies ein völlig neuer Einblick in regionale Bräuche und Traditionen.
Neben den Ausflügen arbeiteten wir auch intensiv mit den französischen Schülerinnen und Schülern zusammen. In verschiedenen Workshops beschäftigten wir uns mit Sprache, regionalen Identitäten, Fabelwesen und traditionellen Tänzen. Dabei wurde viel gelacht, diskutiert und ausprobiert. Besonders schön war es zu sehen, wie schnell trotz unterschiedlicher Muttersprachen neue Freundschaften entstanden. Englisch, Französisch, Deutsch – und manchmal einfach Gestik und Mimik – wurden zu unseren gemeinsamen Kommunikationsmitteln.
Die Woche verging leider viel zu schnell. Sie war geprägt von Offenheit, Gastfreundschaft, vielen neuen Eindrücken und unzähligen schönen Momenten. Für alle Beteiligten war dieses Erasmusprojekt weit mehr als nur eine Schulreise: Es war eine wertvolle Erfahrung, die uns nicht nur kulturell bereichert, sondern auch persönlich wachsen ließ.


