Aosta: Das Rom des Nordens

Anfang April machte ich mich im Rahmen eines sogenannten „Job Shadowing“ auf die weite Reise nach Aosta, einer kleinen, aber beschaulichen Stadt im Norden Italiens. Aosta ist die Hauptstadt der italienischen Region Aostatal und ist gezeichnet von römischen Ruinen inmitten der italienischen Berge.

Die Schule: ITPR Corrado Gex

Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Hospitation an einer weiterführenden Schule, der „ITPR Corrado Gex“. Diese ist gekennzeichnet durch verschiedene Zweige, wie zum Beispiel „Tourismus“, wobei die Schülerinnen und Schüler neben Italienisch, auch die Sprachen Deutsch, Englisch, sowie Französisch kennenlernen, um später einen touristisch geprägten Beruf zu ergreifen.

Während meines Job Shadowings besuchte ich den Unterricht verschiedener Fächer, darunter Deutsch, Wirtschaft, Recht und Englisch. Hier zeigten sich sowohl Gemeinsamkeiten als auch spannende Unterschiede zum deutschen Schulsystem und in der Struktur des Schulalltags. Neben dem fachlichen Austausch stand auch die Frage im Raum, wie ein zukünftiger Schüleraustausch mit der italienischen Schule aussehen könnte.

Cultura Italia – Cultura Romana

Der kulturelle Austausch kam dabei nicht zu kurz: Zwischen Unterrichtsbesuchen, Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen und dem ein oder anderen italienischen Kaffee, blieb auch Zeit, die Stadt Aosta und ihre römischen und alpinen Facetten kennenzulernen. Innerhalb der Stadt findet man kleine Gässchen, die wie aus dem alten Rom scheinen. Dazu zeigen sich immer wieder historische Bauwerke, wie der Augustusbogen (Arco di Agosto), der früher einmal den Eingang zur Stadt anzeigte.

Auch außerhalb der Stadt finden sich sehenswerte Landschaften und kulturelle Begebenheiten: So konnte ich mit Kolleginnen und Kollegen in den Weinbergen zu einem Aperitivo Italiano zusammenkommen, wobei ich die Kultur und Landwirtschaft Norditaliens live erleben durfte, die für die verschiedensten Käsesorten bekannt ist.

Ein Erlebnis

Das Job Shadowing war eine bereichernde Erfahrung, die vor Allem die europäische Vernetzung weiter stärkt. Wir freuen uns auf mögliche nächste Schritte in der Zusammenarbeit mit Aosta.

von Konrad Bauer